Waldtrasse nicht hilfreich! – GRÜNE kritisieren mangelnden Sachverstand bei SPD und CDU in Ludwigsau
In Zusammenhang mit der geplanten Stromleitung Wahle – Mecklar und die dazu in der Ludwigsauer Gemeindevertretung verabschiedeten Resolution zur Favorisierung der sogenannten Waldtrasse, ist der von dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Rainer Koch getätigte Spruch „Mensch vor Natur“ Unsinn und zeugt von wenig Sachkenntnis. Darauf weist Jörg Althoff aus Biedebach, GRÜNER Kreistagsabgeordneter, hin. Althoff empfiehlt den Gemeindevertretern von SPD und CDU, insbesondere den Fraktionsvorsitzenden Koch und Meckbach, dringend einen Besuch der Internationalen Bonner Waldtage 2011 vom 6. bis 9. Oktober, die anlässlich des von den Vereinten Nationen erklärten „Internationalen Jahres der Wälder 2011“ (Schirmherrschaft Bundespräsident Christian Wulff) stattfinden. Auf den Bonner Waldtagen können Jung und Alt das Thema Wald mit allen Sinnen und in allen Facetten erleben. Wissenswertes erfahren! Zusammenhänge verstehen!
„Zudem möchte ich der SPD in Ludwigsau auch das sehr interessante „Landschaftsprogramm für Hessen“ der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands aus dem Jahr 1986 in Erinnerung rufen“, so Jörg Althoff. „Meiner Kenntnis nach ist dieses Programm noch nicht widerrufen worden und auch für Sozialdemokraten auf dem Land eine interessante Lektüre!“.
Abschließend noch der Hinweis, dass den Menschen entlang der Ludwigsauer Ortsteile, die schon jetzt durch die vorhandene 380 kV Stromleitung Borken –Mecklar beeinträchtigt werden, durch eine Trassenvariante „Riedesel´scher Forst“ nicht geholfen sein wird. Im Rahmen der Bündelung mit der „neuen“ Stromleitung besteht nach dem Raumordnungsverfahren jetzt die Möglichkeit, die vorhandene Stromleitung Borken – Mecklar mit der geplanten Leitung Wahle – Mecklar zu kombinieren und von den betroffenen Ortschaften abzurücken. Diesen Vorteil hat die Bürgerinitiative erkannt und bereits positiv kommuniziert. Die von Herrn Koch ins Spiel gebrachte Idee, die eingesparten 20 Millionen Euro durch eine kürzere Waldtrasse könnten für eine Erdverkabelung ausgegeben werden, ist leider mit dem Energieleitungsausbaugesetz nicht vereinbar und wird nur eine Idee bleiben.

