Sehnsuchtsorte schaffen!
Selbst eingefleischte Sonnenanbeter*innen kamen in diesem Sommer an ihre Grenzen und freuten sich über Wolken am Himmel. In Bezug auf die Temperatur gilt mittlerweile: 40 ist das neue 30. Wer es sich einrichten konnte, mied den Sonnenschein. Klimatisierte Arbeitsplätze sind „heiß“ begehrt. Und es steht zu befürchten, dass dieser Sommer keine Ausnahmeerscheinung war.
Thomas Bös, Co-Kreissprecher der Grünen formuliert dazu: „Nach der Hitzewelle ist vor der Hitzewelle“.
„Ältere Menschen, Kinder, chronisch Kranke und Beschäftigte im Freien sind von Hitzewellen besonders betroffen. Hinzu kommen Menschen, die in schlecht gedämmten oder sich stark aufheizenden Gebäuden leben oder arbeiten“, so Isabel Marder, Co-Kreissprecherin der Grünen.
Höchste Zeit also, dass Stadtplaner*innen, Bauhöfe, Gemeindeverwaltungen nach Wegen suchen, um die Aufheizung der Städte und Ortschaften an heißen Tagen möglichst gering zu halten und die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner zu erhöhen.
Um die Folgen großer Hitze abzumildern, braucht es beschattete Freiräume, öffentliche Trinkwasserangebote und „kühle Orte“ in den Städten und Gemeinden des Landkreises.
Insbesondere große alte Bäume spenden nicht nur Schatten, sondern verdunsten auch Wasser und tragen damit zur Kühlung bei. Sie sollten wo immer möglich erhalten werden! Pflaster und Asphalt bindet die Wärme über viele Stunden und verhindert die nächtliche Abkühlung. Deshalb sollten ungenutzte versiegelte Flächen begrünt werden.
Marder betont weiter, dass insbesondere Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, ambulante Pflegedienste, Schulen und Kindertagesstätten bei Hitzeschutzmaßnahmen berücksichtigt werden müssen.
Auch auf die zunehmende Wasserknappheit müssen sich die Kommunen einstellen. Dabei hilft ebenfalls: Flächen entsiegeln, damit Regenwasser versickern kann und den Grundwasserspiegel wieder auffüllt, anstatt über die Kanalisation „entsorgt“ zu werden. Marder verweist dafür auf den bundesweiten Wettbewerb „Abpflastern“ (https://www.abpflastern.de/)
Maßnahmen wie „kühle Orte“, Entsiegelung und Begrünung helfen, die Folgen zunehmender Hitze abzumildern. Doch neben der Klimaanpassung darf der Klimaschutz nicht vergessen werden. Bös fordert: „Endlich raus aus der Nutzung fossiler Energieträger! Wir sind mit dem Klimaschutz in Verzug! Um die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder zu sichern, müssen wir unseren Energie- und Ressourcenverbrauch weiter reduzieren und konsequent auf Erneuerbare setzen.“

