[Bad Hersfeld] Regenbogenflagge bleibt wichtiges Zeichen für Vielfalt und Offenheit
Pressemitteilung
Der Grüne Ortsverband Bad Hersfeld kritisiert deutlich, dass die Regenbogenflagge am Städtischen Gebäude (Klostergebäude der Reichsabtei, Im Stift 6a) abgehängt wurde.
“Wie weltoffen und tolerant ist unsere Stadt, die auf Zuruf einschlägig bekannter Persönlichkeiten sofort das Abhängen der bunten LGBTQIA+ Regenbogen Fahne auf dem Balkon der Festspielverwaltung veranlasst!”, so Antje Fey-Spengler, Sprecherin des Grünen Ortsverbandes.
Die Fahne wurde von den Festspielkünstlern an der Rückseite des Gebäudes harmlos über ein Balkongeländer gelegt. Welches Signal wollen wir mit dem Verbot ausgerechnet der internationalen Künstlertruppe geben? Alle Menschen sind in unserer Stadt willkommen – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität. Eine Regenbogenfahne sollte gerade in Zeiten der Erstarkung rechter, hassgeleiteter und homophober Gruppen zu einer selbstverständlichen Meinungsäußerung einer toleranten Stadtgesellschaft gehören, die sich nicht von Paragrafen aus Verwaltungsverordnungen leiten lässt.
Die Grünen widersprechen außerdem der Darstellung, eine solche Beflaggung sei grundsätzlich verboten. Regenbogenflaggen werden bundesweit an Rathäusern, Ministerien und öffentlichen Gebäuden gezeigt – auch in Hessen. Sie gelten nicht als parteipolitisches Symbol, sondern als Zeichen gegen Diskriminierung und für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gerade Bad Hersfeld habe als internationale Festspielstadt, die jedes Jahr tausende Gäste, Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichsten Ländern und Lebensrealitäten empfängt,
eine besondere Verantwortung, Haltung zu zeigen.
Für den Grünen Ortsverband Bad Hersfeld ist klar: Eine weltoffene Stadt darf sich nicht von lautstarken Beschwerden Einzelner treiben lassen. Wer Vielfalt sichtbar macht, spaltet nicht die Gesellschaft – sondern stärkt den respektvollen Zusammenhalt.

