Kein Auszählverfahren nach d’Hont!
Die Grünen Fraktionen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg begrüßen die Entscheidung des Staatsgerichtshofs, das Sitzverteilungsverfahren zur Kommunalwahl in Hessen nicht zu ändern.
„Das Auszählverfahren nach d‘Hont stärkt systematisch die großen Fraktionen und schwächt die kleineren. In unseren ohnehin schon kleinen ländlichen Parlamenten wären viele Stimmen dadurch nicht berücksichtigt worden. Eine Zersplitterung der Parlamente, wie von den hessischen Regierungsfraktionen als Begründung herangezogen, sehen wir nicht als Gefahr. Die Zusammenarbeit in den kommunalen Parlamenten ist ja zum Glück noch weniger von Parteikalkül gelenkt und oft pragmatisch. Da können auch kleinere Fraktionen gute Impulse geben.“
Wäre bei der Kommunalwahl 2021 nach d’Hont ausgezählt worden, dann hätten die Grünen im Kreistag einen Sitz weniger erhalten, die SPD-Fraktion einen Sitz mehr. Auch in Bebra hätten wir den Magistratssitz nicht bekommen. Demokratie bedeutet Vielfalt zu zulassen und das Engagement von kleineren Parteien einfließen zu lassen. So konnten wir in Bebra bereichernde Argumente und Anträge einbringen.
Andrea Stockmayer, Sprecherin im Kreisvorstand HEF-ROF, Stadträtin in Bebra
Die HNA berichtete am 30.1.2026 in der Print-Ausgabe unter dem Titel „Demokratie heißt, Vielfalt zuzulassen“ zu diesem Thema. Den Artikel gibt es hier: https://www.hna.de/lokales/rotenburg-bebra/gericht-kippt-wahlrechtsreform-so-reagieren-die-parteien-im-kreis-94147327.html

