17. September 2025

[Alheim] Nicht bis zum Ende durchdacht

Die Umstellung der Kita-Betreuungszeiten kann teuer werden

Die Alheimer – Grünen waren die einzigen die sich in der Parlamentssitzung am 9. 9. gegen eine Veränderung der Betreuungszeiten ausgesprochen haben. Und das aus gutem Grund; so hat Gerhard Wagner bereits in der Sitzung darauf verwiesen, dass viele Eltern gezwungen sein werden von der Halbtagsbetreuung auf die Ganztagsbetreuung umzustellen um Beruf und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen. Sind aber mehr Kinder in der Ganztagsbetreuung gemeldet, so müssen auch mehr Betreuer/innen vorgehalten werden. Die Milchmädchenrechnung der Einsparung wird sehr wahrscheinlich zu mehr Personalkosten führen.

Zusätzlich hat die Mehrheitsentscheidung im Parlament noch zu einer berechtigten Unruhe bei den Kita – Eltern geführt. Veränderungen müssen erklärt werden. Die Grünen halten es für zwingend notwendig vor solchen Entscheidungen die Elternbeiräte einzubeziehen. Bedauerlicherweise wurde die Chance verpasst und die intensiven Gespräche nach der Parlamentssitzung mit den anwesenden Eltern waren bereits Ausdruck der Unzufriedenheit.

Aus der allgemeinen Steigerung der Lebenshaltung auch zwanghaft eine Steigerung der Kitagebühren abzuleiten, wie von der FDP dargelegt, halten Die Grünen für oberflächlich und unseriös. Ebenso hält die Behauptung der CDU, die Alheimer Kitagebühren seien im Vergleich „noch sehr gering“, einer Überprüfung nicht stand. So liegen die Beiträge in Rotenburg 50% unter den Gebühren von Alheim.

Dem hingegen halten Die Grünen den Gedanken vom Bürgermeister „höhere Gebühren von Gutverdienern“ künftig zu verlangen für diskussionswürdig um sozial ausgewogen allen Kindern eine gute Startchance zu ermöglichen.